Projekt „wo.man.talks“ – Gewaltprävention durch community-basierte Outreach-Arbeit mit „schwer erreichbaren“ Männern und Frauen mit Migrationsbiografie
Mittels Outreach-Arbeit werden Männer angesprochen und für Gewaltprävention sensibilisiert. Gleichzeitig wird auch mit Frauen gearbeitet, die von Gewalt betroffen oder gefährdet sind. Besonders wichtig ist dabei die Arbeit innerhalb migrantischer Communitys, da sich Migrant:innen häufig dort zusammenfinden. In diesem Zusammenhang wird eng mit Schlüsselpersonen aus den jeweiligen Communitys kooperiert. Diese werden in ihrer Rolle als Multiplikator:innen gezielt geschult. Darüber hinaus werden Community-Mitglieder in ihrer Zivilcourage gestärkt und ermutigt, sich aktiv gegen Gewalt einzusetzen.
Im Rahmen des Projekts werden zudem Informationen sowie alltagsorientierte und lebensweltnahe Handlungsmöglichkeiten gemeinsam mit Expert:innen der Gewaltprävention erarbeitet sowie bedarfsorientiert, kultur-sensibel und niederschwellig den Männern mit Migrationsbiografie in den kooperierenden Communitys vermittelt. Bestehende Angebote werden bekannt gemacht, betroffene Frauen unterstützt und bei Bedarf begleitet, um diese Angebote in Zukunft auch selbstständig in Anspruch nehmen zu können. Die Maßnahmen des Projekts wo.man.talks nehmen somit eine Brückenfunktion ein und fördern das Selbsthilfepotential angesprochener Menschen sowie den Zugang zu bestehenden Angeboten der Gewaltprävention und des Opferschutzes.
Das Projekt nutzt die vier Wirkungsdimensionen zur Gewaltprävention: Enable, Encourage, Engage und Exemplify. Es vermittelt Informationen, schafft Anreize für gewaltfreies Verhalten, fördert individuelles und kollektives Engagement und stärkt die Rolle von Community-Leader:innen. Netzwerkbildung ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der nachhaltige Veränderungen auf individueller, Community- und gesellschaftlicher Ebene ermöglicht. Das Projekt regt Reflexionsprozesse in migrantischen Communitys sowie bei Männern und Frauen mit Migrationsbiografie an, erhöht das Risikobewusstsein und leitet Veränderungsprozesse ein. Auf individueller Ebene erreicht es Männer sowie gewaltbetroffene und gefährdete Frauen durch aufsuchende Arbeit und bietet Unterstützung. Auf institutioneller Ebene werden Kompetenzen vernetzt und Synergien genutzt, um speziell Männer und Frauen mit Migrationsbiografie zum Thema Gewaltprävention besser zu erreichen.
Fördergeber:
Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums