Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit und Extremismusprävention für schwer erreichbare Zielgruppen in der Steiermark
A-KiJu-X
Das Projekt Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit und Extremismusprävention für schwer erreichbare Zielgruppen in der Steiermark (A-KiJu-X)[1] setzt an aktuellen Herausforderungen an, die insbesondere „schwer erreichbare“, sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien betreffen, um so präventiv gehen Ausgrenzung, Perspektivenlosigkeit und Radikalisierung zu wirken.
Durch aufsuchende Outreach-Arbeit bei den Betroffenen vor Ort und die enge Zusammenarbeit mit Schlüsselpersonen in den Communitys (Leader:innen) adressiert das Projekt die Herausforderungen direkt in den Lebenswelten der Zielgruppen. Hohe Sensibilität für interkulturelle Fragestellungen, niederschwellige bedarfsorientierte Beratung, Vernetzung in der Angebotslandschaft und der Aufbau langfristiger Vertrauensbeziehungen sind zentrale Ansätze, um Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zugänglicher zu machen, die An- und Teilnahme derselben durch die Zielgruppen zu erhöhen, Isolation abzubauen und Perspektiven zu schaffen.
[1] In Fortsetzung des Projekts IKO-PI (Interkulturelle offene Jugendarbeit (IkOJA!) und Prevent It! – Extremismusprävention für marginalisierte Migrant:innen in der Steiermark).
Das Vorhaben setzt die erfolgreiche Arbeit zweier Projekte fort, die seit 2009 bzw. 2019 umgesetzt werden, und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz mit mehreren Maßnahmen, die ineinandergreifen und so ihre präventive und integrative Wirkung entfalten:
- Outreach-Arbeit im öffentlichen Raum, in Räumlichkeiten der Communitys und im privaten Raum der Menschen,
- Begleitungen zu Institutionen und Behörden mit Kultur-Dolmetsch,
- Niederschwellige Beratungen bei IKEMBA,
- Interkulturelle Workshops für Community-Leader:innen,
- Erstsprachige Workshops in den Communitys,
- Exkursionen zu Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten und
- Vernetzung mit Institutionen und Behörden in der Kinder- und Jugendarbeit und Radikalisierungs- und Extremismusprävention.
Ziel ist es, die Ressourcen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie ihrer Familien zu stärken, ihre Kompetenzen zu erweitern, soziale Integration zu fördern und positive Lebensperspektiven zu schaffen. In den Communitys wird für Radikalisierungstendenzen sensibilisiert, Vorurteile werden abgebaut und der interkulturelle Dialog gefördert. Durch die Vernetzungstätigkeit, Vermittlung und Begleitung übernimmt der Verein eine wichtige Brückenfunktion zwischen Behörden oder Institutionen und „schwer erreichbaren“ Jugendlichen und Familien mit Migrationsbiografie.
Fördergeber:
Das Projekt A-KiJu-X wird durch das Land Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft, Fachabteilung Gesellschaft finanziert.
In Zusammenarbeit mit der Extremismuspräventionsstelle Steiermark ist ein Projektkurzfilm entstanden:
Das Projekt IkOJA! wurde im Jahr 2010 mit dem Integrationspreis für Sport des Österreichischen Integrationsfonds ausgezeichnet.
Bericht aus der Kleinen Zeitung (Dezember 2010)