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Familien- und Jugendförderung

Zukunft. Von Anfang an.

Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wachsen unter herausfordernden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen auf, die ihre Bildungs- und Zukunftschancen beeinflussen. Schulprobleme, erschwerte Übergänge in Ausbildung und Arbeitswelt oder fehlende Perspektiven stellen dabei zentrale Herausforderungen dar. Gleichzeitig verbringen viele Jugendliche aufgrund beengter Wohnverhältnisse ihre Freizeit überwiegend im öffentlichen Raum wie in Parks und auf öffentlichen Plätzen, wo sie mit Vorurteilen konfrontiert sind und negativ wahrgenommen werden.

Die Outreach-Arbeiter:innen bei IKEMBA suchen Jugendliche in ihren Lebenswelten auf, knüpfen an ihren Treffpunkten Kontakte und bauen vertrauensvolle Beziehungen auf. Durch niederschwellige Gespräche, individuelle Unterstützung und die gemeinsame Entwicklung von Perspektiven begleiten sie Jugendliche dabei, ihre Ressourcen zu stärken und neue Möglichkeiten für Bildung, Teilhabe und persönliche Entwicklung zu erschließen. Bei Bedarf werden weitere Unterstützungsangebote aktiviert und Netzwerke genutzt, um Jugendliche bestmöglich zu begleiten.

Ansprechpartner:innen bei IKEMBA für Familien- und Jugendförderung:

Marlene Mayr, BA
Tel.: +43 316/228113-11
E-Mail: marlene.mayr@ikemba.at

Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit und Extremismusprävention für schwer erreichbare Zielgruppen in der Steiermark

A-KiJu-X

Das Projekt Aufsuchende Kinder- und Jugendarbeit und Extremismusprävention für schwer erreichbare Zielgruppen in der Steiermark (A-KiJu-X)[1] setzt an aktuellen Herausforderungen an, die insbesondere „schwer erreichbare“, sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien betreffen, um so präventiv gehen Ausgrenzung, Perspektivenlosigkeit und Radikalisierung zu wirken.

Durch aufsuchende Outreach-Arbeit bei den Betroffenen vor Ort und die enge Zusammenarbeit mit Schlüsselpersonen in den Communitys (Leader:innen) adressiert das Projekt die Herausforderungen direkt in den Lebenswelten der Zielgruppen. Hohe Sensibilität für interkulturelle Fragestellungen, niederschwellige bedarfsorientierte Beratung, Vernetzung in der Angebotslandschaft und der Aufbau langfristiger Vertrauensbeziehungen sind zentrale Ansätze, um Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangebote zugänglicher zu machen, die An- und Teilnahme derselben durch die Zielgruppen zu erhöhen, Isolation abzubauen und Perspektiven zu schaffen.

[1] In Fortsetzung des Projekts IKO-PI (Interkulturelle offene Jugendarbeit (IkOJA!) und Prevent It! – Extremismusprävention für marginalisierte Migrant:innen in der Steiermark).

 

Das Vorhaben setzt die erfolgreiche Arbeit zweier Projekte fort, die seit 2009 bzw. 2019 umgesetzt werden, und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz mit mehreren Maßnahmen, die ineinandergreifen und so ihre präventive und integrative Wirkung entfalten:

  • Outreach-Arbeit im öffentlichen Raum, in Räumlichkeiten der Communitys und im privaten Raum der Menschen,
  • Begleitungen zu Institutionen und Behörden mit Kultur-Dolmetsch,
  • Niederschwellige Beratungen bei IKEMBA,
  • Interkulturelle Workshops für Community-Leader:innen,
  • Erstsprachige Workshops in den Communitys,
  • Exkursionen zu Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten und
  • Vernetzung mit Institutionen und Behörden in der Kinder- und Jugendarbeit und Radikalisierungs- und Extremismusprävention.

Ziel ist es, die Ressourcen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie ihrer Familien zu stärken, ihre Kompetenzen zu erweitern, soziale Integration zu fördern und positive Lebensperspektiven zu schaffen. In den Communitys wird für Radikalisierungstendenzen sensibilisiert, Vorurteile werden abgebaut und der interkulturelle Dialog gefördert. Durch die Vernetzungstätigkeit, Vermittlung und Begleitung übernimmt der Verein eine wichtige Brückenfunktion zwischen Behörden oder Institutionen und „schwer erreichbaren“ Jugendlichen und Familien mit Migrationsbiografie.

 

Fördergeber:

Das Projekt A-KiJu-X wird durch das Land Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft, Fachabteilung Gesellschaft finanziert.

In Zusammenarbeit mit der Extremismuspräventionsstelle Steiermark ist ein Projektkurzfilm entstanden:

Das Projekt IkOJA! wurde im Jahr 2010 mit dem Integrationspreis für Sport des Österreichischen Integrationsfonds ausgezeichnet.

Bericht aus der Kleinen Zeitung (Dezember 2010)

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Jugendhilfe

Von 2007 bis 2016 war der Verein IKEMBA zentraler Dienst und Kooperationspartner in allen vier Sozialräumen in Graz (durch das Amt der Steiermärkischen Landesregierung gemäß des Steiermärkischen Kinder- und Jugendhilfegesetzes StKJHG, LGBl. Nr. 138/2013).