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Entwicklungszusammenarbeit

Gemeinsam Perspektiven schaffen.

Aufgrund der starken Zuwanderung nach Europa, die auch in der Vereinsarbeit spürbar ist, kam es in der österreichischen Migrationspolitik zu einer neuen Ausrichtung hin zur Entwicklungszusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Migrant:innen. So sollen durch neue Kooperationen mit vor Ort ansässigen Institutionen und Vereinen Kapazitäten aufgebaut, neue Perspektiven geschaffen und die Lebensbedingungen der Menschen verbessert werden, um die Abwanderung aus diesen Ländern langfristig einzudämmen. Da auch Nigeria zu den Drittstaaten zählt, in denen nach wie vor ein großer Exodus stattfindet, hat IKEMBA im Jahr 2018 eine regionale Entwicklungsinitiative im Südosten des Landes gestartet. So leistet der Verein seinen Beitrag zum Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2019-2021 „Gemeinsam. Für unsere Welt.“

Ansprechpartner:innen bei IKEMBA für Entwicklungs- zusammenarbeit:

Mag. Dr. Livinus Nwoha
Tel.: +43 316/228113-16
E-Mail: nwoha@ikemba.at

Projekt „ZUBU: Zugang zu Bildung als Schlüssel für Zukunftschancen benachteiligter Gruppen in Umuezeala Ogwara, Nigeria“

Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht und ein entscheidender Faktor für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Hochwertige Bildung fördert Persönlichkeitsentwicklung, verbessert die sozioökonomischen Lebensbedingungen und trägt zur Verringerung von Armut und Ungleichheit bei. Sie stärkt insbesondere die gesellschaftliche Stellung von Frauen, fördert Toleranz und leistet einen wichtigen Beitrag zu friedlichem Zusammenleben.

Trotz dieser Bedeutung haben weltweit viele Menschen keinen Zugang zu Bildung. Jedes fünfte Kind, das keine Schule besucht, lebt in Nigeria – das sind rund 18 Millionen Kinder.

In vielen Regionen erschweren Armut, fehlende Infrastruktur, politische Instabilität und soziale Ungleichheit den Zugang zu Bildung. Besonders im ländlichen Raum fehlen häufig grundlegende Voraussetzungen wie sichere Schulgebäude, qualifizierte Lehrkräfte, Stromversorgung, digitale Infrastruktur oder sichere Verkehrswege.

Das Projekt ZUBU orientiert sich am Nachhaltigkeitsziel SDG 4 der Vereinten Nationen, welches eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen für alle Menschen fordert.

Ziel des Projekts ist es, benachteiligten Kindern, Jugendlichen und jungen Frauen, sowie anderen benachteiligten Personen in Umuezeala-Ogwara, Nigeria, den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu erleichtern und damit langfristig zu besseren Lebens- und Einkommensperspektiven beizutragen. Dafür werden über die Outreach-Arbeit in 8 Gemeinden Kinder, Jugendliche und ihre Familien aufgesucht und auf ihrem (Aus-) Bildungsweg beraten und unterstützt. In einem Community-Center werden Computerkurse und Workshops angeboten. Vernetzungsaktivitäten mit Schulen, Universitäten, Vereinen, Lehrstellen und anderen Institutionen erlauben die bestmögliche Beratung und Vermittlung.

Projektlaufzeit: 01.08.2026-31.07.2027

 

Fördergeber:

Gefördert durch Fair Styria Land Steiermark, FA.9 – Internationales – Europa

Projekt „EFBI: Empowerment von Frauen durch Bildung“

Das Projekt „Empowerment von Frauen durch Bildung: Ein Schritt zur Geschlechtergleichstellung in der nigerianischen Gesellschaft“ (kurz EFBI) stärkt Frauen und benachteiligte Gruppen in Alaocha, Nigeria, die unter Diskriminierung und Gewalt leiden.

Aufbauend auf bisherigen Erfolgen verfolgt EFBI einen ganzheitlichen Ansatz. Durch Bildungs- und Aufklärungsprogramme sowie wirtschaftliche Unterstützung werden Frauen und Mädchen befähigt, ihre Rechte zu erkennen, selbstständig zu handeln und ihre Lebensqualität zu verbessern. Workshops und Trainings vermitteln praktische Fähigkeiten, um finanzielle und persönliche Unabhängigkeit zu fördern. Die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen schafft nachhaltige Netzwerke. EFBI leistet so einen Beitrag zur gesellschaftlichen Gleichstellung und unterstützt Frauen und Mädchen darin, ihr Leben aktiv zu gestalten.

So sollen sie ihre Rechte erkennen, sie wahren und aktiv ihr Leben gestalten. Durch die Hilfe zur Selbsthilfe und die Förderung von Selbstbestimmung soll ein nachhaltiger Beitrag zur gesellschaftlichen Gleichstellung und zum Abbau von Diskriminierung und Gewalt geleistet werden.

Projektlaufzeit: 01.08.2025 – 31.07.2026

 

Fördergeber:

Gefördert durch Fair Styria Land Steiermark, FA.9 – Internationales – Europa

Projekt „Empowerment durch persönliche Bildung für Frauen ist Schlüssel zur Zukunft für Alaocha – EFZA“ (Nigeria)

Aufbauend auf den Erfahrungen der vorangegangenen Projekte kristallisiert sich der Bedarf nach konkreter Unterstützung von Frauen und Mädchen heraus, um ihre Bildungs- und Ausbildungswege fortsetzen – oder erfolgreich in den erlernten Beruf starten zu können. Durch individuelle Beratung und Begleitung werden Schritte in eine sichere Zukunft gesetzt, die nicht nur die sozial benachteiligten Frauen stärkt, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leistet.

In Fortsetzung von vier vorangegangenen Projekten in der Gemeinde Alaocha in Nigeria soll verstärkt an der (Aus-)Bildung von Mädchen und Frauen gearbeitet werden, deren Chancen auf eine beruflich selbständige Zukunft aufgrund der schwierigen Lage vor Ort besonders gering sind. Das Projekt kann auf ein Team von Outreach-Arbeiterinnen und Infrastruktur vor Ort aufbauen.

Laufzeit: 01.08.2024 – 31.07.2025

Fördergeber:

Projekt „Bildung für Frauen ist Zukunft für Alaocha – BiFZA“ (Nigeria)

Das vierte Projekt in der Bildungsinitiative von IKEMBA für Alaocha, Nigeria, umfasst zweierlei: Erstens den Ausbau des in den vorangegangenen Projekten aufgebauten Community-Centers in ein Bildungszentrum als einen „sicheren Ort“ für Mädchen und junge Frauen, und zweitens den Aufbau eines effizienten Netzwerkes zum Thema höhere Bildung in der Region. Beides zusammen ermöglicht die konkrete Umsetzung individueller Bildungschancen für viele. Einwohner:innen in der strukturell schwachen ländlichen Region. Zur Sicherheit des Bildungszentrums wird eine verlässliche, autarke Stromversorgung in Form einer Solaranlage installiert. Inhaltlich erfolgreich wird das Bildungszentrum durch den Kompetenzaufbau der Mitarbeiter:innen, die sich bereits in den vorherigen Projekten engagiert haben. 

Laufzeit: 01.06.2023 – 31.05.2024

Fördergeber:

Projekt „HyZA – Hygiene ist Zukunft für Alaocha“ (Nigeria)

Das Projekt zielt darauf ab, den sicheren Zugang zu Schultoiletten und Handwaschbecken für 450 Schüler:innen und 20 Lehrpersonen des Gymnasiums „Umuezeala Ogwara“ zu gewährleisten. Damit wird die persönliche Hygiene und eine saubere Umwelt am Schulgelände sichergestellt und Gesundheitsrisiken, die durch offene Defäkation entstehen, entgegengewirkt. Die Schüler:innen sind die Zukunft von Alaocha (Nigeria), da sie die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde weitertragen. Durch regelmäßige Schulungen zu Hygiene- und Gesundheitsthemen und umfassende Aufklärungskampagnen zu den Gefahren illegaler Migration in dieser und in vier weiteren Bezirksschulen werden sie zu Multiplikator:innen in ihren Familien und Dörfern.

Laufzeit: 01.03.2021 – 28.02.2022

Fördergeber:

Projekt „GeZA – Gesundheit ist Zukunft für Alaocha“ (Nigeria)

Dieses Projekt ist eine Fortsetzung des Projektes „Wasser ist Zukunft für Alaocha – WaZA“ und damit Phase 2 in einer größer angelegten regionalen Entwicklungsinitiative im Südosten Nigerias. Ziel des Projektes ist es, den sicheren Zugang zum erfolgreich errichteten Wassersystem (im Projekt WaZA) durch zusätzliche bauliche Maßnahmen zu gewährleisten und den Gesundheitszustand von rd. 10.000 Personen in der Gemeinde Alaocha nachhaltig zu verbessern. Der inhaltliche Fokus liegt auf der korrekten Nutzung des sauberen Trinkwassers und kontinuierlichen Hygieneschulungen in den Haushalten durch regelmäßige Outreach-Arbeit und groß angelegte Reinigungskampagnen im Dorf. Darüber hinaus wird verstärkt Bewusstseinsbildung innerhalb der Bevölkerung zum Thema „Menschenhandel und illegale Migration nach Europa“ geleistet. Durch den weiteren Aufbau von fachlicher Expertise mittels Schulungen und laufender Aktivitäten, vor allem unter jungen Menschen, und der damit verbundenen Stärkung des Teams der Outreach-Arbeiter:innen, findet in den Bereichen Betrieb und Instandhaltung des solarbetriebenen Wassersystems, Hygiene und Gesundheit, sowie Umweltschutz und Migration ein Kapazitätsaufbau statt, der auch in Zukunft genutzt werden kann. Denn mit Hilfe dieser angewandten Methoden werden die Menschen dazu ermächtigt, auch weiterhin aktiv an den Entwicklungsmaßnahmen in ihrer Heimatgemeinde teilzuhaben und diese langfristig selbst zu tragen.
Laufzeit des Projekts: 01.08.2019 – 31.10.2020 (COVID-19 bedingter Umsetzungsstopp; Projekt-Verlängerung bis 31.12.2020)

Fördergeber:

Projekt „WaZA – Wasser ist Zukunft für Alaocha“ (Nigeria)

Ziel des Projektes „WaZA – Wasser ist Zukunft für Alaocha“ ist es, den Menschen im Südosten Nigerias mithilfe eines solarbetriebenen Wassersystems den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen mithilfe von laufenden Schulungen und Outreach-Aktivitäten der allgemeine Gesundheitszustand, die Hygienestandards sowie der Umweltschutz und damit die Lebensbedingungen vor Ort für rund 10.000 Menschen verbessert werden. Durch umfassende Aufklärungskampagnen und verstärkte Partizipation und Selbstbefähigung der Dorfbevölkerung können wir die Menschen über illegale Migration und Menschenhandel informieren, das Bild von Europa entmystifizieren und somit eine neue Perspektive im eigenen Land schaffen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele SDG 3 und SDG 6 der Vereinten Nationen.
Laufzeit des Projekts: 01.08.2018 – 31.07.2019

Mehr Infos unter:
https://graz-styria.lions.at/veranstaltungen.html?lb_template%5Buser%5D=1

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