angebote
Wir bieten an:
- Begleitung bei Behördenwegen
- Erziehungsberatung für interkulturelle Erziehung
- Schul- und Berufsberatung
- Unterstützung von Eltern zur Stärkung einer interkulturellen Erziehungsfähigkeit
- Begleitung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
- Männerberatung zu Männlichkeit und Migration
- Frauenberatung
- Integrationsberatung
- Jugendwohlfahrt (Erziehungshilfe, Sozialbetreuung)
- Vermittlung zu anderen Institutionen und Einrichtungen
- Kulturpass
- individuelle und Bedürnis orientierte Beratung
Diese Angebote sind niederschwellig, unbürokratisch, kostenlos und anonym!
Begleitung bei Behördenwegen
Sprachliche oder kulturelle Hürden können hoch sein, wenn es darum geht, bei Behörden vorstellig zu werden. IKEMBA-MitarbeiterInnen begleiten MigrantInnen zu allen Behörden, übersetzen, erklären und agieren als „KulturdolmetscherInnen“.
Erziehungsberatung für interkulturelle Erziehung
Das Ziel ist eine gewaltfreie Erziehung, die Kinder von MigrantInnen ermöglicht, ihre Stärken zu nutzen und aktiv an der Gesellschaft teilzunehmen. IKEMBA berät Familien mit Migrationshintergrund in Bezug auf die Freizeitgestaltung der Kinder, auf verschiedene Erziehungsstile. Die IKEMBA-MitarbeiterInnen thematisieren den Umgang mit Aggressionen, mit Ängsten, mit Leistungsdruck.
Schul- und Berufsberatung
Die Stärken und Schwächen der Jugendlichen werden thematisiert, der interkulturelle Zugang soll eine Wertschätzung der Kultur der Eltern bringen sowie eine Verbindung zur österreichischen Kultur herstellen. IKEMBA-MitarbeiterInnen stellen den Kontakt mit Schulen und ArbeitgeberInnen her und führen mit allen Beteiligten klärende Gespräche. Vor allem soll das Selbsthilfe-Potenzial der Jugendlichen aktiviert werden, sodass sie ihre Lebensgestaltung selbst in die Hand nehmen. Außerdem werden strukturelle Benachteiligungen thematisiert.
Unterstützung von Eltern zur Stärkung einer interkulturellen Erziehungsfähigkeit
Familien mit Migrationshintergrund sehen sich mit vielfältigen Problemen konfrontiert. Das österreichische Umfeld fordert „Anpassung“ und wertet die Heimatkultur der MigrantInnen ab. Während die Erstgeneration nun meist aus kollektivistischen Kulturen kommt, wo familiäre Unterstützungssysteme dominieren, wächst die Zweitgeneration in einer individualistischen Gesellschaft auf. Die Familie als Unterstützungssystem nimmt an Bedeutung ab; die Selbstbestimmungsbestrebungen der Jüngeren werden oft als Rebellion, Bedrohung und Verrat der familiären Rituale und Traditionen betrachtet. Als Konsequenz werden Jugendliche häufig „als erzieherische Maßnahme“ in die alte Heimat zurückgeschickt, wodurch sie Zeit in der Schule versäumen. IKEMBA will Familien hinsichtlich der kulturellen Unterschiede sensibilisieren.
Begleitung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Als „Kinder zweier Kulturen“ müssen jugendliche MigrantInnen stets ihre Loyalitäten neu ausbalancieren – zwischen den Normen und Werten ihrer Familie und jenen der Gesellschaft. Oft müssen sie sich auch mit Rassismus, Armut, Arbeitslosigkeit auseinandersetzen. IKEMBA will ihnen helfen, ihren Selbstwert, ihre eigene Persönlichkeit zu finden.
Männerberatung zu Männlichkeit und Migration
Männliche Migranten finden sich in Österreich meist in einer Situation, in der sie dem im Heimatland traditionellen Bild des Ernährers und Beschützers nicht entsprechen können. Oft dürfen sie nicht arbeiten; auch wenn sie in ihrem Heimatland bestens ausgebildet wurden, bekommen sie in Österreich meist nur sehr schlecht bezahlte Arbeit auf niedrigem Niveau. Diese Kompetenzverluste können sie hier nicht durch einen Gewinn an Kommunikationsfähigkeit ausgleichen. Das nimmt den Männern nicht nur ihren Selbstwert, sondern führt auch dazu, dass sie von ihren Familien nicht mehr ernst genommen werden und der Rolle als Vorbilder für ihre Kinder nicht mehr entsprechen können. Depressionen, (gewaltsame) Familienkonflikte oder etwa auch chronische Krankheiten können die Folge sein.
IKEMBA-Mitarbeiter sprechen mit ihnen über ihre Rollen, über ihre Ängste und Sorgen und zeigen alternative Handlungsmöglichkeiten zur Krisenbewältigung und im Umgang mit familiären Konflikten auf.
Frauenberatung
Viele der Frauen mit Migrationshintergrund sind als Kriegsopfer mit ihren Männern oder als ArbeitsmigrantInnen alleine zugewandert. Sie orientieren sich teilweise stark an traditionellen Geschlechterrollen und bleiben sehr stark in ihrer kulturellen Welt. In Österreich werden sie entweder ignoriert oder in ihrer Differenz stark betont. Sie sind Männern gegenüber am Arbeitsmarkt benachteiligt, viele Frauen haben keine oder schlechte Ausbildungen und müssen sich auf Familie und Haushalt konzentrieren. Dadurch haben sie kaum eine Chance, die deutsche Sprache zu lernen und die Kultur in der neuen Heimat kennenzulernen. Vor allem geschiedene oder verwitwete Frauen werden in der Community als Verräterinnen der Familie gemobbt.
IKEMBA vermittelt die Notwendigkeit des Deutschlernens, gibt Informationen über das Land, das politische System, Regeln, Sitten, Normen, damit sich die Frauen besser organisieren lernen. Unterstützungsmöglichkeiten werden aufgezeigt, Neugier wird geweckt. Frauen werden ermuntert, selbst aktiv die Gesellschaft zu beeinflussen und selbst Veranstaltungen zu organisieren, so sollen ihr Selbstwertgefühl und ihre Integrationschancen erhöht werden.
Integrationsberatung
Der Wille von MigrantInnen, sich in die österreichische Gesellschaft einzubringen, soll gestärkt werden, und zwar durch Wertschätzung, Anerkennung und Respekt für ihre Ressourcen, Identitäten und Lebensentwürfe. Depression und Resignation sollen verhindert werden.
Jugendwohlfahrt (Erziehungshilfe, Sozialbetreuung)
Der Verein Ikemba ist zentraler Dienst und Kooperationspartner in allen 4 Sozialräumen.
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Vermittlung zu anderen Institutionen und Einrichtungen
Das IKEMBA-Team sensibilisiert Institutionen und Einrichtungen hinsichtlich ihrer interkulturellen Kompetenz. MigrantInnen werden bei Bedarf vorbereitet und zu den verschiedenen Institutionen begleitet. Dem dabei eventuell auftreten könnenden Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Behörden und Zielpersonen wird begegnet.
Kulturpass
Der Verein Ikemba ist Ausgabestelle des Kulturpasses. Mit diesem Pass ist es für Menschen mit knappen Finanzen möglich, gratis zu Kulturveranstaltungen zu gehen. Das Angebot ist sehr vielfältig, in der Steiermark gibt es 87 Kultureinrichtungen, die so besucht werden können. In unserem Büro werden die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme geprüft, der Pass ausgestellt und über Veranstaltungen informiert.
Individuelle und Bedürfnis orientierte Beratung
In den Büroräumlichkeiten von Ikemba kann jederzeit (während der Öffnungszeiten) eine individuelle und Bedürfnis orientierte Beratung in Anspruch genommen werden.
