Ein Projekt zur Förderung von Gesundheit und sozialer Integration von (älteren) MigrantInnen durch Outreach, Empowerment und Bewegung


Im Zentrum stehen die Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention bei MigrantInnen durch die Förderung von Bewegung im Alltag und sportlicher Betätigung, sowie die soziale Integration durch die Förderung der Teilhabe an bestehenden Angeboten von Sportvereinen und der Selbstorganisation von Bewegungsgruppen im direkten Lebensumfeld der Menschen. So sollen auch MigrantInnen bis in hohe Alter ihre Selbstständigkeit bewahren und in soziale Netzwerke integriert sein.

Mittlerweile befindet sich die erste Generation der „Gastarbeiter“ in Österreich im Pensionsalter und wird in absehbarer Zeit mit den Herausforderungen des Alters konfrontiert sein. Auch in Migrantenfamilien werden Solidarleistungen durch die Erfordernisse des Berufslebens der jüngeren Generation geringer, ältere Menschen verbringen viel Zeit alleine. Viele ältere MigrantInnen haben keinen Zugang zu Sport, auch im Alltag machen sie wenig Bewegung. Ein körperlich inaktiver Lebensstil, oft nach einer Berufsbiografie voller harter körperlicher Arbeit, gilt in vielen Communitys noch als Privileg. Die daraus resultierenden Probleme für die Gesundheit sind bekannt, die Selbständigkeit im Alter nimmt ab und eine soziale Isolation wird häufiger. Das Projekt „Komm!unity.sportiv“ verfolgt die Absicht, diese Menschen für den Stellenwert von Bewegung zur Gesundheitsförderung zu sensibilisieren und sie zu motivieren, regelmäßig gesundheitsfördernde Bewegung in der Gruppe zu machen. Um das erreichen zu können, arbeitet der Verein Ikemba vor Ort, in der Lebenswelt der Menschen mit aufsuchender Kontaktarbeit und kooperiert mit den CommunityleaderInnen. Das sind Personen, die innerhalb der Community viel Einfluss haben, wie etwa Priester oder Imame. Diese Methode der Outreacharbeit hat sich bisher in Gesundheitsprojekten als sehr zielführend erwiesen.


Weitere wichtige Kooperationspartner sind Sportvereine. Sie liefern das nötige Know-How und bieten den ProjektteilnehmerInnen die Möglichkeit, den Verein und seine Angebote kennen zu lernen. Neben Workshops zur Wissensvermittlung werden regelmäßige Bewegungsgruppen abgehalten. Diese werden nach dem Interesse der Zielgruppe gestaltet und nach Möglichkeit von professionellen TrainerInnen unserer Kooperationspartner geleitet. Das sichert ein professionelles, gesundheitsförderndes Training zum Einstieg. In der Folge werden einerseits selbstorganisierte Bewegungsgruppen im Lebensumfeld der Menschen angestoßen, andererseits durch Kooperationen mit Sportvereinen die Möglichkeit geschaffen, sich in einen solchen Verein zu integrieren und so dauerhaft in Bewegung zu bleiben. Damit wird die soziale Integration und Teilhabe/Partizipation der Zielpersonen an der Gesellschaft ermöglicht.

„Sport fördert den interkulturellen Dialog, die Teilnahme an sozialen Aktivitäten und den friedliche Umgang miteinander“ (ÖIF, 2014)



Ansprechpersonen:

Mag.a Barbara Pawlata (Projektkoordination)
Mag. Livinus Nwoha (Projektleiter)


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…Kooperation mit 
 
        SeniorInnenreferat Graz          




Förderer des Projektes: