Methoden

Wir entwickeln gezielte Maßnahmen, zeigen diskriminierende Strukturen und einschränkende Rahmenbedingungen auf, versuchen Barrieren in unserer Gesellschaft zu verringern und setzen diese Ideen – je nach Akzeptanz und Fördermöglichkeiten – um.

Unsere Maßnahmen und Methoden sind:

-  Empowerment durch Abklärung, Beratung, Begleitung, Bildung und Netzwerksarbeit

- OUTREACH-ARBEIT als community-basierte aufsuchende und nachgehende Sozialarbeit im Lebensumfeld unserer Zielgruppen. Die Anliegen und Sorgen der Menschen in der Community sind die Voraussetzungen für unsere Angebote, welche sich sowohl an Individuen als auch an Gruppen orientieren.

Als Basis der community-orientierten Interkulturellenarbeit und Kulturdolmetsch verstehen wir die erfolgreiche Outreach-Arbeit im Lebensumfeld der Zielgruppen – diese ist für uns unverzichtbar und findet sich in all unser Maßnahmen und Methoden wieder. Die im IKEMBA-Büro tagtäglich stattfindenden Abklärungen zu sozialen Fragestellungen und die empowermentgeleiteten Beratungs-, Begleitungs-, Bildungs- sowie die Netzwerkarbeit mit anderen Organisationen und NGOs stärken und erweitern diesen Outreach-Ansatz.

Outreach-Arbeit

Unsere Outreach-Arbeit gehört zu der basis- und community-orientierten Arbeit. Menschen, die von erlebter Diskriminierung berichten – darunter viele MigrantInnen - werden dort wo sie gerade stehen, d.h. in ihrem Lebensumfeld abgeholt. Gelingt der Kontakt, bauen wir Vertrauen auf. Damit wird es für sie möglich Mut zu schöpfen und wir können Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. Unsere Outreach-WorkerInnen sind vor Ort präsent, im Lebensumfeld der Menschen und bauen Beziehungen auf. Sie bieten Informationen an, motivieren die Personen zur Inanspruchnahme von Hilfe, (Weiter)bildung und ermutigen zur Teilnahme an präventiven Angeboten. Gearbeitet wird auf Spielplätzen, in Parks und auf sonstigen öffentlichen Plätzen. Wir arbeiten auch eng mit Community-LeaderInnen zusammen: Das sind Personen, welche innerhalb der Community viel Einfluss haben, wie etwa PastorInnen, Imame oder Group-LeaderInnen, aber auch BesitzerInnen von Shops, Lokalen und Dienstleistungsunternehmen wie etwa Friseursalons. So haben wir die Möglichkeit Veranstaltungen in Kirchen und Moscheen, Geschäften und Lokalen anzubieten und dort viele Menschen zu erreichen, welche im öffentlichen Raum nicht „greifbar“ sind. Außerdem werden Informationen über verschiedene Angebote im Lande durch diese MultiplikatorInnen weitergegeben.

Erwünschte Nebenwirkungen

Menschen werden aus ihrer Isolation geholt und kommen mit ihren Anliegen selbst ins IKEMBA-Büro oder werden bei Bedarf von Outreach-WorkerInnen hierher begleitet. Im Büro von IKEMBA findet durch ausführliche Gespräche ein Clearing statt, um das Anliegen zu erfassen. Dann vermitteln wir nach Bedarf zu spezialisierten Beratungs- und Bildungseinrichtungen, aber auch zu Regelinstitutionen.

Wir haben Menschen begleitet, die durch ihre Diskriminierungserfahrungen schon resigniert und das Vertrauen in sich selbst und in die Gesellschaft verloren hatten. Erfolgreiche Outreach-Arbeit setzt Vertrauen und die Begegnung der Zielpersonen auf Augenhöhe voraus. Sie stärkt das Bewusstsein von BürgerInsein und sensibilisiert für dazugehörende Rechte und Pflichten.